PSV Eindhoven: Esportler nach zwei Tagen entlassen


FIFA18 Spieler Tony Kok stolperte über sein Twitter-Verhalten

Der PSV Eindhoven hat den erst kürzlich neu verpflichteten FIFA Spieler Tony Kok nach zweitägiger Verweildauer wieder entlassen. Der Esportler sollte den Verein im Spiel FIFA18 von Electronic Arts vertreten.

Allerdings hat der Spieler nicht mit den Auswirkungen seiner Vergangenheit gerechnet. Das so stolz präsentierte Talent habe vor Jahren bei Twitter sexistische Nachrichten veröffentlicht. Diese seien zwar von seinem Twitter Account entfernt, aber von Fans des Vereins wieder ausgegraben und auf anderer Ebene veröffentlicht worden. Über seinen kurzzeitigen Vertragsverein hatte er auch nicht wirklich gutes zu berichten. Er soll in seiner Eigenschaft als waschechter Ajax Amsterdam Fan die Fans von PSV Eindhoven als “Schwuchteln” betitelt haben.

Rauswurf á la carte

Die interne Zuverlässigkeitsabteilung bekam Wind von den Tweets und so setzte man den Vertragsspieler direkt wieder an die Luft:

“Das Verhalten, dass Kok online an den Tag gelegt hat, ist derart weit von den Werten des PSV entfernt, dass eine Fortführung der Zusammenarbeit unmöglich ist. Das war eine hoffnunglos peinliche Situation für uns.”

Der 22 jährige erhielt zur Präsentation seiner Verpflichtung sogar ein eigenes Promovideo:

Wasserdichte Verträge essentiell

So etwas ist natürlich nur möglich, wenn der Spielervertrag entsprechende Klauseln bereithält oder aber die Reputation des Vereins so stark beeinträchtigt wird, dass die weitere Zusammenarbeit außerordentlich gekündigt werden kann. Dies könnte im vorliegenden Fall bei objektiver Betrachtung fraglich sein, da die Tweets durchaus einige Jahre alt sind und nur zur gerade aktuellen Schlammschlacht veröffentlicht wurden.

Nicht von jedem Spieler wird man sich aufgrund von vergangenem Fehlverhalten so leicht lösen können wie der PSV Eindhoven von Tony Kok. Ob entsprechende Kündigungs- oder Vertragsstrafeklauseln wirksam sind, wird im Zweifel ein Gericht entscheiden müssen. Ob der Verein gegenüber Kok Schadenersatzforderungen geltend machen will, ist derzeit unbekannt.

Esportler sollten eigene Reputation beachten

Als Spieler sollte man darauf bedacht sein, sich öffentlich nicht wie eine ungenierte Rampensau zu benehmen, was im Esport leider des Öfteren der Fall ist. So glänzen häufig aufstrebende Talente auf ihren Twitteraccounts oder Facebook-Profilen mit einer Sprache, die wohl niemals zu einem professionellen Vertrag führen wird. Da

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bleibt dann der Wahlspruch: “Wir wollen doch nur spielen.”


Michael Scheyhing, 18.07.2017