Filesharing

Filesharing beschreibt den technischen Vorgang des Verteilens einzelner Dateien mit anderen Internetnutzern. Die Dateien sind in der Regel relativ groß und umfassen teils vollständige Spiele, Filme, Anwendungsprogramme oder ähnliches. Beim Filesharing an sich werden einzelne Teile der Gesamtdatei mit anderen Nutzern – den Teilnehmern – geteilt, bis die Datei vollständig auf dem entsprechenden PC heruntergerladen wurde und wieder in dem entsprechenden Anwendungsprogramm funktioniert. Diese Teilfragmente der Datei werden vom Nutzer hoch und von den Teilnehmern heruntergeladen. Filesharing funktioniert über diverse Plattformen wie sogenannte .torrent – Tauschbörsen oder andere Programme. Manche Programme verschleiern dem Nutzer, dass sie aktiv Filesharing betreiben (z.B. popcorn-time). Was zur Verunsicherung der Nutzer diverser “streaming”-Angbote führt. Die Nutzer werden in der Regel überführt, indem die Rechteinhaber die Dateien selbst im entsprechenden System suchen und herunterladen. Dieser Vorgang wird gespeichert und als Beweis für die IP-Adress-Ermittlung verwendet. Durch die Vorratsdatenspeicherung ist die Ermittlung für Rechteinhaber heutzutage leichter. Früher hatte der Rechteinhaber nur ein bis zwei Wochen Zeit um einen entsprechenden Eilantrag zu stellen. Heute werden die Anschlussdaten mindestens 10 Wochen vorgehalten (wobei der Wortlaut “Höchstspeicherdauer” das realistische Mindestmaß darstellt). Somit ist eine Zuordnung bei einem Filesharing-Verstoß umso wahrscheinlicher und erleichtert der Abmahnindustrie die Vorgehensweise. Bei einer entsprechenden Abmahnung wird häufig auch ein Anspruch auf Schadensersatz für die Rechtsverletzung geltend gemacht.

Im Spielerecht häufig anzutreffen ist die Störerhaftung, da die Spiele von den Kindern der Anschlussinhaber im Filesharing-Netzwerk geteilt werden.